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Biketour in die Berge - Basalrate zu hoch eingestellt

abgelegt im Archiv Diabetes und Sport , Erfahrungen am 26.08.10

Nachdem ich jetzt zwei Monate lang sportmäßig ziemlich abstinent war, haben meine Nachbarin und ich am Wochenende das gute Wetter genutzt und eine Biketour in die Berge gemacht. Da ich die Strecke schon einmal gefahren bin, wusste ich ungefähr was ich an Extra-Sport-Broteinheiten brauchen würde. Gestartet bin ich mit einem Wert von 220mg/dl, hab aber dann nicht angepaßt. Meine Insulinpumpe habe ich auf Anraten meiner Ärztin beim Sport dann dran gelassen, eine zeitlang hatte ich sie beim Sport immer abgenommen. Die Basalrate habe ich auch normal laufen lassen. Im Nachhinein habe ich aber gemerkt, dass ich diese gut um ein paar Prozenzt hätte herab setzen sollen.
Innerhalb der ersten 1,5 Stunden der Tour habe ich 4 BE in Form eines Isodrinks zu mir genommen. Zwischendurch gabs noch ein Stück Kuchen auf der Alm, fälschlicherweise habe ich dafür auch noch einen kleinen Bolus abgeben, hätte ich mir sparen können!

Hier meine Werte während der Tour:

9.30 Uhr: 223mg/dl
10.30 Uhr: 150 +4BE Isodrink über 1,5 Stunden verteilt
12.30 Uhr: 109 -->Bolus für 2BE
13.00 Uhr: 136
13.45 Uhr: 68 +2BE
15.00 Uhr: 50 +2BE
16.00 Uhr: 46 +2BE

Ich denke, dass ich beim nächsten mal auf jeden Fall die Basalrate senken werde. Ständig beim Sport zwischendurch essen macht ja auch keinen Sinn.

Eure Ilka
Biketour in die Berge - Basalrate zu hoch eingestellt
© Ilka G.


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Sollte ich meine 24 Einheiten Levemir aufgeteilt spritzen?

abgelegt im Archiv Diabetes und Alltag am 19.08.10

In einem Artikel hatte ich gelesen, dass man größere Mengen Insulin aufgeteilt spritzen soll. Ich spritze meine 24 Einheiten Levemir abends immer auf einmal. Mein Diabetes Arzt vom Medicum Hamburg hat mich bisher auch nicht gefragt, ob ich die Einheiten aufgeteilt spritze und somit hab ich mir bis jetzt auch keine Gedanken darüber gemacht.

Aber was Passiert mit dem Insulin nach dem Spritzen im Unterhautfettgewebe?
Das Insulin wird im Unterhautfettgewebe "eingelagert" und dann durch die kleinen Blutgefäße auf dem Blutweg transportiert. Je mehr man spritzt, umso länger dauert es, bis dieser "Insulinsee" von den Blutgefäßen abgebaut wird. Es spielt dabei auch eine Rolle, welches Insulin man spritzt und wie hoch die Verzögerungssubstanzen sind.
Die Meinungen darüber, ob man eine so große Menge aufteilen soll, z.B. in 3x8 Einheiten, sind sehr verschieden.
Da ich persönlich bis jetzt keine Nachteile habe, wenn ich alles auf einmal spritze, bleibe ich vorerst auch dabei.

Wie sieht es bei Euch aus? Teilt Ihr größere Mengen Insulin beim Spritzen auf?

Finn

Sollte ich meine 24 Einheiten Levemir aufgeteilt spritzen?


© Bertelsmann BKK

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S wie subkutan.....Schweineinsulin....

abgelegt im Archiv Diabetes ABC am 14.08.10

Subkutan

subkutan bedeutet "unter der Haut" oder, im Zusammenhang mit Injektionen, "unter die Haut". Diabetiker spritzen ihr Insulin in der Regel subkutan, also in das Unterhautfettgewebe.


Schweine-Insulin


Schweineinsulin wird aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen. Dieses Insulin unterscheidet sich lediglich in einem Eiweißbaustein (Aminosäure) von unserem menschlichen Insulin. Trotz der Einführung von Human-Insulin findet Schweineinsulin nach wie vor Verwendung, wird aber nicht mehr bei Neueinstellungen verordnet und auch nicht mehr in Deutschland produziert.


Saccharin


…ist ein künstlicher Süßstoff mit sehr hoher Süßkraft. Bisher wurden zwar keine gesundheitlichen Schäden durch den Süßstoff Saccharin nachgewiesen, aber nach einer Empfehlung der WHO sollte die Tagesdosis auf 175mg beschränkt werden.


Stoffwechselentgleisungen


Extreme Verschlechterung der Stoffwechsellage. Der Blutzucker steigt dabei rapide an, unter Umständen kann dies zu einer Übersäuerung des Blutes führen (Ketoazidose). Ursache für eine solche Stoffwechselentgleisung ist meist ein Insulinmangel, zum Beispiel durch Krankheit hervor gerufen.

Spritz-Eß-Abstand

Als Spritz-Eß-Abstand bezeichnet man den zeitlichen Abstand vom Spritzen des Mahlzeitenbolus bis zur folgenden Mahlzeit.
Dieser Abstand ist vom Blutzucker als auch von der Wirksamkeit des gespritzten Insulins abhängig. Eine Verlängerung des Eß-Spritz-Abstandes hat zur Folge, dass die zum Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme bereits einsetzende Insulinwirkung einen zu starken Blutzuckeranstieg verhindert. Dies ist besonders bei erhöhten Blutzuckerwerten von Vorteil.
Eine Verkürzung des Eß-Spritz-Abstandes empfiehlt sich somit bei niedrigen Blutzuckerwerten vor den Mahlzeiten.

Ilka

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Führt ein dicker Bauch zu Diabetes?

abgelegt im Archiv Ernährung , Selbstkontrolle am 10.08.10

Führt ein dicker Bauch zu Diabetes?
© mikebaird
Es geht im Volksmund der Gesundheitsmythos um, dass ein dicker Bauch generell der Gesundheit schadet und sogar Diabetes verursachen kann. Stimmt das?

Fakt ist: In Deutschland erleiden jedes Jahr aufgerundet 300.000 Menschen einen Herzinfarkt (Quelle: Hamburger Abendblatt) - und ein weit verbreiteter Risikofaktor ist dabei tatsächlich das Übergewicht. Die überflüssigen Pfunde machen Herz und Kreislauf schwer zu schaffen. Dabei ist vor allem das innere Bauchfett ein großes Problem, da es sich anders zusammensetzt als beispielsweise das Fett an Hüften, Po und Oberschenkeln.

Das Bauchfett ist für vieles verantwortlich, was der Gesundheit schadet. Unter anderem fördert es Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Ablagerungen an den Gefäßwänden und kann tatsächlich im schlimmsten Fall sogar Diabetes hervorrufen.

Am besten umgeht man das Problem, indem man seinen Bauchumfang im Auge behält und rechtzeitig reagiert. Männer sollten spätestens ab 94 Zentimetern, Frauen ab 80 Zentimetern darüber nachdenken, etwas gegen das Übergewicht zu unternehmen. Dabei hilft Sport und die dauerhafte Umstellung auf eine gesunde Ernährung.

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Happy Birthday - Mein Diabetes wird 20 Jahre alt

abgelegt im Archiv Diabetes und Alltag , Erfahrungen am 08.08.10

Fast auf den Tag genau 20 Jahre ist es nun her, seit bei mir der Typ1 Diabetes diagnostiziert wurde. Damals war ich 10 Jahre alt. Eigentlich habe ich aber das Gefühl, ich hätte die Krankheit schon immer gehabt, denn an vordiabetische Zeiten kann ich mich nicht wirklich erinnern.
Als also der Arzt 1990 meinte ich müsse auf der Stelle ins Krankenhaus (heute wird das ja oft schon alles ambulant gemacht), da wusste ich mit dem Begriff Diabetes oder Zuckerkrankheit überhaupt gar nichts anzufangen, allerdings änderte sich mein Leben schlagartig von einen Tag auf den anderen. Ich musste nun mehrmals am Tag in den Finger pieken um Blutzucker zu messen und mir mehrmals täglich eine Nadel (12mm und eindeutig dicker als heute) in Bauch oder Bein jagen. Man musste sogar noch richtig mit Spritze aus der Ampulle aufziehen, nix mit Pen oder Pumpe....! Süßigkeiten wurden entweder komplett vom Speiseplan gestrichen oder durch scheußlich schmeckende Diabetiker Produkte ersetzt. Diät und Disziplin wurden groß geschrieben.
Für die meisten Kinder im Grundschulalter sicher nicht einfach. Ich hatte allerdings nie wirklich ein Problem mit der Krankheit klar zu kommen, ich denke viel schlimmer war die Diagnose für meine Eltern. Klar, ich war plötzlich anders als die anderen. Auf Kindergeburtstagen durfte ich nicht von der leckeren Schokotorte essen sondern brachte meinen eigenen von Mutti gebackenen Diabetikerkuchen mit, beim Negerkusswettessen musste ich leider auch passen und Cola gab es erst recht nicht. Bei schlechten Blutzuckerwerten gab es auch mal nur Gurken oder Tomaten, damit ich den anderen nicht beim Essen zusehen musste. Außerdem musste ich mich streng an meine Mahlzeiten und Mengen halten. Sieben kleine Portionen pro Tag und immer zu einer festgelegten Uhrzeit. In der Schule durfte ich von nun an also auch im Unterricht essen und trinken. Worum mich meine Mitschüler beneideten, fand ich eher blöd, denn ich fühlte mich immer irgendwie beobachtet wenn die anderen mir die Happen in den Mund zählten. Da hat der klumpige Diabetikerjoghurt erst recht nicht mehr geschmeckt.
Mein Blutzuckermessgerät hatte die Ausmaße von einem Päckchen Butter, auf das Ergebnis musste man ganze 2 Minuten warten und man benötigte einen richtig fetten Tropfen Blut.
Trotzdem habe ich mich nie irgendwie benachteiligt oder ausgegrenzt gefühlt. Für einige Menschen mag es schlimm klingen, wenn ein Kind plötzlich an Diabetes erkrankt. Ich denke aber, es ist einfacher als Kind mit der Krankheit klar zu kommen, als wenn man Diabetes erst im Jugendalter oder im Erwachsenenalter bekommt.
Zum Glück hat sich in den letzten 20 Jahren einiges getan. Die Therapie ist um einiges einfacher und auch die strengen Diätvorschriften von damals sind heute längst überholt.

Happy Birthday Diabetes!

Ilka

Happy Birthday - Mein Diabetes wird 20 Jahre alt
© Ilka G.


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