Das Dawn Phänomen
Das englische Wort Dawn bedeutet Morgendämmerung oder Morgenröte. Als Dawn Phänomen bezeichnet man den Anstieg des Blutzuckers in den frühen Morgenstunden, speziell in der Zeit von 4-7 Uhr.
Weshalb die Körperzellen genau in dieser Zeit nur wenig bzw. gar nicht auf insulin reagieren ist noch nicht genau erforscht. Fest steht aber, dass verstärkte Ausschüttung von bestimmten Hormonen für die hohen Werte zumindest mitverantwortlich sind. Zu diesen Gegenhormonen des Insulins gehören zum Beispiel Kortison und das Wachstumshormon, was erklärt, weshalb Kinder und Jugendliche oft sehr stark vom Dawn Phänomen betroffen sind.
Die verminderte Reaktion der Körperzellen auf Insulin sorgt dafür, dass die mit Hilfe des Insulins in der Leber gespeicherten Zuckerreserven vermehrt freigesetzt werden. Die Folge ist ein Blutzuckeranstieg. Wenn der Speicher auch noch randvoll ist, weil man am Vortag viele Kohlenhydrate gegessen hat, kann der BZ-Anstieg sehr extrem ausfallen.

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Eine mögliche Gegenmaßnahme ist die Aufteilung der Abenddosis. Dafür wird ein Teil des Verzögerungsinsulins zur Abendmahlzeit und der 2. Teil vorm Schlafengehen gespritzt.
Auch ich bin jahrelang morgens gelegentlich mit hohen Blutzuckerwerten aufgewacht. Ein schlechter Nüchternwert bedeutete oft auch, dass ich den Tag über Probleme mit dem BZ hatte. Experimente an der Insulindosis zeigten keine dauerhafte Wirkung. Erst mit der Insulinpumpe habe ich das Problem in Griff bekommen. In den betreffenden Morgenstunden gibt die Pumpe eine höhere Basaldosis ab. Das Resultat sind gute Nüchternwerte und somit auch gute Werte über den Tag hinweg (mit Ausnahmen natürlich).
Ilka
War bei mir auch so. Da half kein anderes Insulin oder Aufteilen des Basals. Jetzt mit meiner Pumpe habe ich das ganz gut im Griff, auch wenn es immer mal wieder Ausnahmen gibt, die dann aber wohl an anderer Stelle ihre Quelle haben.