Hyperglykämie – wenn der Zucker hoch hinaus will!

© by Ilka G.
Hyperglykämie bedeutet im Griechischen: zu viel Zucker im Blut (hyper – zu viel, glykos – Zucker und haima – Blut). Steigt der blutzuckerspiegel über den Normalwert an (über 110 mg/dl nüchtern bzw. über 140 mg/dl 2 Stunden nach dem Essen), so bezeichnet man das als Überzucker. Bei einer Ketoazidotischen Hyperglykämie liegt der Blutzucker meist zwischen 200 mg/dL bis < 700 mg/dL. Es handelt dich bei diesen Werten nur um Richtwerte. Ich denke für euch werden individuelle Zielwerte festgelegt worden sein.
Eine Hyperglykämie kann viele Ursachen haben:
- zu viel, bzw. falsch gegessen
- zu wenig Insulin gespritzt
- die BE's falsch berechnet
- Aufregung
- Bewegungsmangel
- Krankheit, Grippe
- Gegenregulation nach Hypoglykämie…
Die Symptome sind eigentlich bei jedem verschieden. Bei mir ist es Unwohlsein, Durst, Harndrang, wobei bei Ilka auch starke Übelkeit dazu kommt, wenn der Blutzucker die 300 mg/dL übersteigt.
Weitere Symptome sind:
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit
- Gewichtsabnahme
- Sehstörungen
- Muskelschmerzen und Krämpfe
- tiefe Atmung mit Azetongeruch
- Schwindel
- Appetitlosigkeit
Bei steigenden Blutzuckerwerten (höher 240 mg/dl / 13,3 mmol/l) kann eine bedrohliche Situation mit kompliziertem Verlauf entstehen. Der Körper verbrennt zur Energiegewinnung Fett. Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper (Azeton) mit Übersäuerung des Blutes.
Diese Ketonkörper rufen Übelkeit und Erbrechen hervor. Wird bereits Keton im Urin nachgewiesen, ist folgendes zu beachten:
- Insulindosis anpassen
- wenig bewegen
- viel Wasser trinken (in 1 Stunde 1 Liter)
- Blutzucker- und Azeton-Messung alle 2 Stunden
Finn