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Erfahrungen
am 30.07.10
Kürzlich haben Finn und ich spontan ein paar Tage in St. Peter Ording verbracht. Unser Frankreichurlaub war aus ein paar doofen Umständen einen Tag vor der Abreise geplatzt.
Auf die Schnelle eine bezahlbare Alternative zu finden war quasi unmöglich, selbst an Nord- und Ostsee war so gut wie alles ausgebucht. Also haben wir ein paar Sachen gepackt und sind einfach drauf los gefahren. In St. Peter Ording haben wir dann zufällig noch ein freies Zimmer für drei Tage gefunden. Die Freude stockte allerdings ab dem Zeitpunkt als ich merkte, dass ich in meiner Insulinpumpe nur noch Insulin für 24 Stunden hatte, und das ohne Mahlzeitenbolus. Da wir keinen längeren Ausflug geplant hatten, hatte ich natürlich auch keine Wechselampulle dabei.
Was nun? Einen Tag fasten und vorzeitig nach Haus fahren?
Erst die geplatzte Sache mit Frankreich und jetzt das! In diesem Urlaub war echt der Wurm drin.
Aber wie praktisch es doch ist, einen Freund mit Diabetes zu haben. Ich beschloss also meine Mahlzeiten mit Finns Novo Rapid abzudecken. Das hatte ich schon einmal gemacht, als mein Katheter verstopft war und ich keinen Ersatz dabei hatte und das hatte super funktioniert. Meine Humalogeinheiten habe ich eins zu eins aufs Novo Rapid umgerechnet. Natürlich habe ich meinen Blutzucker in dieser ungewöhnlichen Situation öfters kontrolliert. Als dann nach 24 Stunden mein gesamtes Basalinsulin vollständig aufgebraucht war, ging es nun darum eine passende Menge für das Langzeitinsulin Levemir zu finden. Da ich damals auch immer eine relativ hohe Langzeitdosis hatte, habe ich den Versuch mit 20 Einheiten gestartet und ständig meinen Blutzucker kontrolliert.
Auch diese "Experiment" lief super.
Was allerdings extrem komisch an den letzten beiden Tagen war, war das Gefühl nicht "verkabelt" zu sein. Irgendwie habe ich mich direkt ein wenig nackt ohne meine Insulinpumpe gefühlt. Daher war ich fast ein wenig froh mich zu Haus wieder an ein Gerät anschließen zu dürfen.... !
Man muss sich nur zu helfen wissen!
Ilka

© Ilka G.
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Forschung
am 30.07.10
Es gibt zwar schon seit einiger Zeit Glukose-Sensoren, die mehrere Tage unter der Haut bleiben und kontinuierlich den Blutzucker messen, aber die Messergebnisse können allerdings durch die Nadeln in der Hautverfälscht werden. Zudem steht nach drei bis sieben Tagen immer ein Nadelwechsel an.
Forscher von der kalifornischen Universität in San Diego haben jetzt ein Implantat erfolgreich bei Schweinen getestet. 520 Tage hat das Gerät erfolgreich und zuverlässig seine Daten drahtlos an ein Aufnahmegerät übermittelt.
Das Messgerät erinnert an einen Eishockey-Puck und besteht aus Titan. Es ist 1,5cm dick, hat einen Durchmesser von 3,4cm und wird direkt unter die Haut implantiert. Die gemessen Daten werden dann drahtlos an ein Empfangsgerät gesendet. Der Patient kann dann seine entsprechende Insulindosis spritzen bzw. pumpen.
In sehr naher Zukunft soll der erste Prototyp in einer Studie an Freiwilligen Diabetikern erprobt werden. Für die Zukunft können sich die Forscher vorstellen, dass die gemessenen
Blutzuckerwerte zum Beispiel an ein Mobiltelefon gesendet werden. So haben zum Beispiel auch Eltern einen besseren Überblick über die Blutzuckerwerte der Kinder und können gegebenenfalls schneller und besser eingreifen.
Finn

© spiegel online
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Recht und Soziales
am 13.07.10
Über den Schwerbehindertenausweis hatte wir ja bereits schon berichtet. Nach einem Beschluss des Bundesrates von Anfang Juli gibt es nun einige neue Regeln was die Beantragung des Ausweises betrifft.
Zukünftig muss nicht mehr nachgewiesen werden, dass der Stoffwechsel schwer einstellbar ist und es häufig zu Hypos kommt (hierfür war auch ein Nachweis erforderlich). Nun gelten Menschen mit Diabetes als schwerbehindert, wenn sie mindesten 4x täglich Insulin spritzen und die Dosis je nach Situation selber anpassen können.
Außer dem müssen sie "durch erhebliche Einschnitte gravierend in ihrer Lebensführung beeinträchtigt sein". Eine genaue Definition dieser schwammigen Formulierung gibt es nicht, jedoch geht man davon aus, dass diese Formulierung von den Versorgungsämtern nicht zum Nachteil der Diabetiker ausgelegt wird.
Mit der neuen Regelung soll erricht werden, dass es gerade für Typ1 Diabetiker einfacher wird einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen. In der Vergangenheit wurden oft die falschen "belohnt". Einige "schwarze Schafe" unter uns Diabetikern gingen fährlässig mit ihrem Blutzucker um, verursachten vorsätzlich häufige Unterzuckerungen, um so als schwer einstellbar eingestuft zu werden. Das Prinzip war einfach: je mehr Unterzuckerungen, desto größer die Chance auf einen Schwerbehindertenausweis! Diabetiker, die sorgfältig und gewissenhaft ihren Therapieempfehlungen folgten, gingen leer aus. Durch die neuen Regelungen soll nun nicht mehr die Möglichkeit bestehen das Verfahren zu beeinflussen.
Außerdem ist ist wichtig, dass der Ausweis nun keinen Rückschluss mehr auf die Qualität der Stoffwechseleinstellung zulässt. Frühere Eskapaden wie Führerscheinverlust sind so ausgeräumt, denn beim Beantragen eines Führerscheins muss die Behinderung nicht angegeben werden!
Zum Thema Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch, Steuervergünstigungen usw. wird es aber keine Änderungen geben.
Ilka
Ich habe gerade kein Foto von einem Ausweis, daher ein Bild meines aktuellen Blutzuckers. Mhmmm, nicht gut....!

© Ilka G.
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Diabetes und Alltag
am 28.06.10
Als ich im letzten Quartal bei meiner Diabetes Ärztin im Medicum Hamburg war, wurde mir Blut für ein großes Blutbild abgenommen. Letzte Woche war ich wieder da und und habe die Ergebnisse bekommen. Was soll ich sagen, alles ist perfekt! Ich muss jetzt noch einen kompletten Basalratentest machen. Ich denke, das werde ich in den nächsten 2 Wochen machen in Angriff nehmen.
Der einzige Wert, der bei mir etwas aus der Reihe springt, ist der Triglyceride Wert. Aber das ist angeblich auch eher erblich bedingt, kein Grund zu Sorge. Mein Vater hat auch immer höhere Triglyceride Wert und dadurch ist dieser Wert erstmal für mich nicht so kritisch.
Als nächstes steht bei mir ein Belastungs-EKG an. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich so etwas jemals schon mal gemacht habe. Als Kind hab ich mal ein 24stunden Blutdrucktest mit meinen Freund Dennis gemacht. Dort wurde von uns beiden über 24stunden der Blutdruck gemessen und dann ausgewertet. Er als Nichtdiabetiker und ich als Diabetiker.
Für uns Diabetiker ist es aber sehr wichtig, regelmäßig ein EKG, bzw. Belastungs-EKG machen zu lassen. Das EKG zeigt Rhythmusstörungen, sowie bereits zurückliegende Schäden am Herzmuskel auf.
Finn

©
Herkie
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Diabetes und Sport
am 27.06.10
Bewegung tut gut. Besonders Diabetiker sollten sich regelmäßig sportlich betätigen, denn dies kann zu einer Verbesserung der Blutzuckereinstellung beitragen. Allerdings fällt es vielen Leuten schwer sich ausreichend sportlich zu betätigen. Doch je höher der Spaßfaktor, desto lieber setzt man seine müden Knochen auch in Bewegung.
Einen großen Spaßfaktor verspricht Sole Skate. Wie nicht anders zu erwarten, ist dieses Funsportgerät ein Trend der aus dem Sonnenstaat Kalifornien stammt. Seit ein paar Monaten ist das Sole Skate auch bei uns in Deutschland erhältlich.
Das Sole Skate der Firma Razor, die einigen durch die Waveboardmarke Ripstik ein Begriff sein dürfte, ist ein tolles Sportgerät, welches im Gegensatz zu den größeren Waveboards, Scootern usw. klein, leicht und handlich ist und sogar in den Rucksack passt. Bestens geeignet für Strecken die zu Fuß zu weit sind, man aber auch nicht unbedingt größeres Gefährt mit sich führen möchte (zum Beispiel für den Weg zur U-Bahn oder zum Bäcker). Oder um einfach just for Fun durch die Gegend zu cruisen und sich den Fahrtwind um die Nase pusten zu lassen. :-)

© Ilka G.
Vor kurzem haben wir ein solches Sole Skate bekommen. Zu kaufen gibt den Razor Scooter bei Waveboard24.de ! Dort gibt es neben dem Sole Skate alles was das Skaterherz begehrt. Vom Mini Waveboard und Scooter ist über Rollen bis zum Nutcase Helm in dem Online Shop alles zu haben.
Ich muss zugeben, die ersten Fahrversuche waren etwas wackelig und unsicher, was sicher damit zusammen hängt, dass das Board wirklich klein ist, und man sich erstmal dran gewöhnen muss, dass der Körperschwerpunkt auf einer extrem kleinen Fläche steht. Außerdem ist die Achse der beiden Vorderräder flexibel, was das Board extrem wendig macht, aber eben auch etwas wackeliger. Aber jeder der schon einmal ein Skateboard, Waveboard, Scooter oder ähnliches unter den Füßen hatte, wird sich schnell an das Razor Sole Skate gewöhnen und eine Menge Fun mit diesem fahrbaren Untersatz haben.
Der zweite Fuß wird übrigens auf einem Tail am Hinterteil des Boards platziert. Das ist zwar auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber bereits nach kurzer Zeit auf dem Razor Sole Skate hat man auch dies drauf.
Ein weiteres sehr praktisches Feature ist die integrierte Bremse im hinteren Teil der Trittfläche. Sie ist allerdings nicht für das aktive Bremsen vorgesehen, sondern dient dazu, dass das Sole Skate beim Abstieg (ob gewollt oder nicht) sich nicht selbständig macht und davon rollt. Während der Fahrt ist die Druckknopf-Bremse deaktiviert.
Finn hat sich so schnell an dieses neue Funsportgerät gewöhnt, dass er gleich ein paar Sprünge gewagt hat. Coole Razor Scooter Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene gibt es übrigens auch auf dem Blog für Waveboard, Roller und Scooter Tricks

© Ilka G.
Hier noch ein paar Infos zum Razor Sole Skate:
• drei Räder, 64 mm
• ABEC-5-Kugellager
• Gewicht: 1,1 kg
• Maße: ca. 43 x 24 cm
• Tragfähigkeit bis zu 100 kg
Also Leute, rauf aufs Board und los gehts!
Ilka
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